10 Tips für erfolgreiche Eltern sportlicher Kinder

In meinem letzten Beitrag habe ich erklärt, worauf es bei einem guten Kindertraining ankommt und wie man ein solches erkennt. Heute sind die Eltern selber an der Reihe. Bleib entspannt, habt Spass, dann hat Euer Kind ihn auch. Hier sind zehn wichtige Tips wie Ihr das erreichen könnt:

 

 

1. Seid Eltern, keine Trainer!

Eure Aufgabe ist es in erster Linie, Mama oder Papa zu sein. Ihr seid da um Euer Kind zu unterstützen und es zu trösten, ob vor, während oder nach dem Spiel.

Überlasst das Coachen den Trainern und freut Euch daran, Euer Kind auf seinem sportlichen Weg begleiten zu dürfen. Unterstützt, aber seid nicht aufdringlich.

 

2. Seid ein positives Vorbild

Kinder registrieren schnell, wie sich Erwachsene in ihrem Umfeld verhalten. Stellt als Eltern sicher, dass Ihr nicht nur Euer eigenes Kind mit Respekt behandelt, sondern auch den Trainer, den Schiedsrichter und die anderen Kinder die mitspielen.

Wenn Ihr im Auto, am Spielfeldrand und gegenüber anderen Beteiligten ein positives Verhalten an den Tag legt, dann wird das auch von Eurem Kind wahrgenommen und dient ihm als Vorbild.

 

3. Seht die Dinge in der richtigen Relation

Euer Kind ist kein Profisportler. Beim Kindersport geht es darum zu lernen und Spass zu haben. Setzt Euch zusammen mit Eurem Kind realistische Ziele und lasst nicht zu dass der Sport über Euer Leben bestimmt. Sorgt für eine gesunde Ausgewogenheit damit genug Raum bleibt für andere Aktivitäten und für die Familie

 

4. Sorgt dafür dass sich Euer Kind nicht zu früh spezialisiert

Stellt sicher dass Euer Kind sportlich vielseitig bleibt und sich nicht auf eine einzelne Sportart vertieft. Bei zu früher Spezialisierung besteht die Gefahr, dass ihm der Sport keinen Spass mehr macht, dass es ausbrennt und dass im Lauf der Zeit das Risiko für Überlastungsschäden stark ansteigt. Vielfalt ist auch im Sport das Salz in der Suppe!

 

5. Schaut auf den Weg, nicht auf das Ergebnis!

Lobt Euer Kind für den Einsatz den es zeigt, für sein Engagement und seine Fortschritte, nicht dafür ob es ein Spiel gewonnen hat oder nicht. Entwicklung findet langfristig statt, es geht hier nicht um kurzfristige Erfolge.

 

6. Ermöglicht Eurem Kind angstfreies Ausprobieren

Sport ist eine der wenigen Möglichkeiten in diesem Alter, Risiken eingehen zu dürfen ohne schlimme Konsequenzen fürchten zu müssen. Wenn Kinder eine Aufgabe erfolgreich meistern wollen, dann müssen sie auch in der Lage sein eine Vielzahl von Rückschlägen hinzunehmen. Seid nicht versucht, in diesen Prozess einzugreifen oder ihn gar zu verhindern.

 

7. Vermeidet Vergleiche mit anderen Kindern

Vergleiche mit anderen Kindern finden permanent statt. Tatsächlich sind sie jedoch sinnlos, unpräzise und in der Lage Euch und Euer Kind schnell zu entmutigen.

Kinder entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo, vor allem während der Pubertät, aber auch vorher schon. Daher ist es wichtig, mehr Wert auf ihr technisches Können und ihre Fertigkeiten zu legen, als auf körperliche Eigenschaften.

 

8. Befeuert nicht unnötig das Ego Eures Kindes

Der Gebrauch des Begriffs Talent oder permanentes überschwängliches Lob hat langfristige Auswirkungen. Euer Kind wird sich einbilden dass ihm von Natur aus alles zufliegt und es sich nicht weiter anstrengen muss um etwas zu erreichen.

 

9. Seid umsichtig auf der gemeinsamen Heimfahrt

Es ist nicht Euer Sport, sondern der von Eurem Kind! Missbraucht die Heimfahrt nicht dafür, jede Kleinigkeit zu hinterfragen die es im Training oder im Spiel gemacht hat. Äussert Euch daher nur, wenn Euer Kind Euch darum bittet.

Wenn Ihr das Bedürfnis habt mit ihm über das Spiel zu reden, dann stellt die Fragen so dass es selber in der Lage ist sein Spiel zu reflektieren.

 

10. Geniesst das Erlebnis

Sport kann ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis für Eltern und Kinder sein. In der richtigen Umgebung und mit der richtigen Einstellung sollten Eltern und Kinder in der Lage sein, zusammen viel Spass am Sport zu haben.

 

 

Aus dem Englischen übersetzt mit freundlicher Erlaubnis von WWPIS Working With Parents in Sport

Das Original findet Ihr HIER

 

 

 

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