Positiver Druck?

Wer Sportlern - vor allem Läufern - bei ihrer Tätigkeit zusieht, der könnte oft meinen es sei eine neue Strumpfmode im Anmarsch. Allerdings handelt es sich hier nicht um irgendwelche neumodischen Ringelsocken, sondern um optisch ansprechende Kompressionsstrümpfe, zu Omas Zeiten als Stützstrümpfe belächelt.

Und wozu das ganze?

Die Werbung verspricht viel, von geringerer Neigung zur Blasenbildung bis hin zu besseren Leistungen. Aber was ist wirklich dran an diesen Behauptungen? Und warum ausgerechnet Socken?

Nun ja, Socken sind eben das, was einem Aussenstehenden auf den ersten Blick am meisten auffällt. Dass es daneben noch andere Kompressionsbekleidung gibt, entzieht sich dagegen oft lediglich der optischen Aufmerksamkeit. So finden sich im Handel auch Hosen und Shirts, alle mit dem Versprechen einer verbesserten sportlichen Leistung versehen.

Wirklich?

Wer Kompressionsbekleidung trägt wird davon nicht unbedingt schneller, dafür spielen zu viele andere Faktoren eine massgebliche Rolle. Allerdings zeigen aktuelle Studien zum Tragen von Kompressionshosen zumindest im Labor messbare Leistungseffekte[1], zudem lässt sich die Zeit bis zur Erschöpfung hinauszögern und die Laufökonomie verbessert sich[2]. Der eigentliche Effekt kommt aber vor allem nach dem Sport. Zwar gibt es für die genauen Mechanismen keine eindeutige wissenschaftliche Erklärung[3], aber eine Meta-Analyse im renommierten BJSM[4] wo mehrere entsprechende Studien miteinander verglichen werden kommt zu dem Ergebnis dass Kompressionskleidung in der Lage ist, Muskelkater zu verringern und Erholungsparameter zu verbessern. Ausserdem helfen lange Kompressionshosen beim Laktatabbau[5].

Was bedeutet das nun für Läufer: Eine nachgewiesene, "echte" Leistungsverbesserung findet durch das Tragen von Kompressionskleidung nicht statt. Allerdings spielt beim Laufen auch der Wohlfühlfaktor eine massgebliche Rolle. Und viele Läufer fühlen sich mit Kompressionsklamotten nunmal sauwohl. Daher spricht einiges vor allem für das Tragen einer entsprechenden Hose und einem Paar auffälligen Socken. zumal einen gerade dann die Angehörigen im Pulk besser ausmachen können. Schonmal nach oben in einen Haufen wippender Köpfe geschaut und versucht, "seinen" Läufer zu identifizieren? Na also! Beim Blick auf die Beine - sofern diese mit farblich herausstechenden Socken geschmückt sind - tut man sich da wesentlich leichter. Und wenn diese Beine am Tag danach keine Schmerzen[6,7] haben, weil sie nicht (nur) im Rennen sondern (auch) danach in eine Kompressionshose gehüllt sind, umso besser.

Welcher Anbieter eignet sich aber nun am besten? Mein Auftraggeber Ali Schneider Marathonreisen ist seit Dezember offiziell mit Supacore verpartnert. Nicht einfach so, sondern in erster Linie deshalb, weil deren Philosophie stark überzeugt. Denn auch wenn Socken, Hosen und Shirts vieler Anbieter schon längst nicht mehr wie medizinische Hilfen aussehen sondern wie normale, eng anliegende Laufklamotten, hat Supacore darüber hinaus noch ein paar andere Vorteile zu bieten. Dabei fallen vor allem zwei Dinge ins Gewicht: zum Einen der breite Bund bei den Hosen der nicht, wie bei vielen anderen Herstellern, unangenehm einschneidet, vor allem aber die Tatsache, dass sämtliche Kleidungsstücke ohne Nähte auskommen. Kein Verdrehen, kein Drücken und kein Scheuern mehr. Dadurch entsteht ein Tragekomfort den man sonst oft vergeblich sucht. Schaut doch einfach mal rein, unter http://www.as-marathonreisen.de/supacore gibt es auch einen kleinen Discount.

 

Literatur :

 

1 - Engel FA, Holmberg HC, Sperlich B. Is There Evidence that Runners can Benefit from Wearing Compression Clothing? Sports Med. 2016 Dec;46(12):1939-1952. Review. PubMed PMID: 27106555.

 

2 - Dascombe BJ, Hoare TK, Sear JA, Reaburn PR, Scanlan AT. The effects of wearing undersized lower-body compression garments on endurance running performance. Int J Sports Physiol Perform. 2011 Jun;6(2):160-73. PubMed PMID: 21725102.

 

3 - MacRae BA, Cotter JD, Laing RM. Compression garments and exercise: garment considerations, physiology and performance. Sports Med. 2011 Oct 1;41(10):815-43. doi: 10.2165/11591420-000000000-00000. Review. PubMed PMID: 21923201.

 

4 - Hill J, Howatson G, van Someren K, Leeder J, Pedlar C. Compression garments and recovery from exercise-induced muscle damage: a meta-analysis. Br J Sports Med. 2014 Sep;48(18):1340-6. doi: 10.1136/bjsports-2013-092456. Epub 2013 Jun 11. Review. PubMed PMID: 23757486.

 

5 - Lovell DI, Mason DG, Delphinus EM, McLellan CP. Do compression garments enhance the active recovery process after high-intensity running? J Strength Cond Res. 2011 Dec;25(12):3264-8. doi: 10.1519/JSC.0b013e31821764f8. PubMed PMID: 22082795.

 

6 - Duffield R, Edge J, Merrells R, Hawke E, Barnes M, Simcock D, Gill N. The effects of compression garments on intermittent exercise performance and recovery on consecutive days. Int J Sports Physiol Perform. 2008 Dec;3(4):454-68. PubMed PMID: 19223671.

 

7 - Hill JA, Howatson G, van Someren KA, Walshe I, Pedlar CR. Influence of compression garments on recovery after marathon running. J Strength Cond Res. 2014 Aug;28(8):2228-35. doi: 10.1519/JSC.0000000000000469. PubMed PMID: 24714530.

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