Monaco 2017 - Tag 3 (2)

Schreibblock mit Olympischen Ringen bein IOCprev2017
insgesamt habe ich knapp 25 Seiten mitnotiert, damit ich hinterher noch weiss wer was gesagt hat

Das war's jetzt also! Wie nicht anders zu erwarten eine Veranstaltung mit einer extrem hohen Qualität und - das darf man nicht vergessen - im Zeichen der Olympischen Ringe. Und auch wenn es sich hier natürlich nicht um eine Sportveranstaltung gehandelt hat, war der Olympische Geist doch spürbar. Internationaler Flair, eine Vielfalt an Sprachen und Kulturen und dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - ein sehr gelungener Informationsaustausch. Alle teilen eine Vision, selbst wenn es bezüglich des Weges der letztendlich zum Ziel führt höchst unterschiedliche Auffassungen gibt. Aber genau das ist es, was es meiner Meinung nach ausmacht. Mal einen Blick über den Tellerrand wagen, raus aus der festgefahren Spur, schauen was andere machen und gemeinsam Ideen entwickeln. Neugierig sein. Aber auch mal kontrovers diskutieren.

In dem Zusammenhang fand ich es sehr bemerkenswert, dass seine Hoheit Prinz Albert es sich nicht hat nehmen lassen der etwa 10-minütigen Schlusszeremonie beizuwohnen - ohne Ansprache, einfach nur um dabei zu sein! Der Leiter der IOC Medizinkommission, Ugur Erdener, ist extra kurzfristig vom IOC-Meeting in Pyeongchang angereist, um die Schlussworte sprechen zu können. Der zuständige Direktor, Richard Budgett, war über die gesamte Dauer der Veranstaltung anwesend. Nur der Herr Bach selber hatte es nicht nötig zu erscheinen, ausser im Rahmen der Eröffnung am Mittwoch in Form einer verwässerten Videobotschaft auf die man auch ganz gut hätte verzichten können, aber da zeigt sich eben wo die Prioritäten liegen!

 

feierlicher Abschluss einer sehr gelungenen Veranstaltung im Zeichen der olympischen Ringe
feierlicher Abschluss einer sehr gelungenen Veranstaltung im Zeichen der olympischen Ringe
Isi Schneider, Karim Khan, Sven Friese, Tony Shield beim IOCprev2017
ich zusammen mit Karim Khan, Sven Friese aus NRW und dem australischen Kollegen Tony Shield (v.l.)

Insgesamt waren bei der diesjährigen Veranstaltung rund 12oo Teilnehmer aus 96 Ländern anwesend! Das Programmheft war mehr als 100 Seiten dick. Unter den Rednern fanden sich Hochkaräter wie Karim Khan, Jill Cook oder Roald Bahr, um nur drei von ihnen zu nennen. 25% der Redner kamen dabei aus Skandinavien. Die Qualität aus dem Norden Europas mag gefühlt unerreichbar sein, trotzdem wirkt sie als Ansporn. Angenehm zudem, dass diese "Stars" der modernen Sport- und Bewegungsmedizin stets offen für Fragen und Gespräche sind, nach den einzelnen Symposien, beim Mittagessen oder in den Kaffeepausen, solange man es schafft den Respekt abzulegen und sie anzusprechen. Aber auch das ist in der Regel kein Problem.

Der nächste Termin steht übrigens schon fest, nämlich vom 12. - 14. März 2020 am selben  Ort (ich persönlich könnte mir auch keinen besseren vorstellen).

Also schonmal rot im Kalender markieren! Und für all diejenigen die gefragt haben wie man es schafft bei so einem Event dabei zu sein: einfach anmelden! Den Link zur Webseite gibt's hier schonmal im Voraus

www.ioc-preventionconference.org/